Es war Glück im Unglück. Als in einem Keller auf der Kolpingstraße Rauch von einem Schwelbrand ausging, hätte dieser eigentlich aufgrund der installierten Brandschutztür nicht auf das Treppenhaus übergehen dürfen. Die Tür stand aber offen.

Und das nicht nur vorrübergehend, die Brandschutztür war verkeilt. Dabei sollte jeder wissen, dass solche Sicherheitsvorkehrungen nicht zum Spaß installiert werden. Brandschutztüren können im Ernstfall Leben retten. Das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes NRW stellt diesbezüglich unmissverständlich fest, dass Brandschutztüren grundsätzlich nicht mit Holzkeilen oder Ähnlichem verkeilt werden dürfen. Sie dienen zur Abtrennung von Brandabschnitten und ermöglichen es Flüchtenden im Gefahrenfall, gesicherte Bereiche, zum Beispiel das Treppenhaus, zu erreichen. Bei dem Schwelbrand-Vorfall auf der Kolpingstraße wurde leider aus dem Treppenhaus ein nicht gesicherter Bereich – eben weil die offene Brandschutztür im Keller den Brandabschnitt nicht abtrennte.

 

Brand Kolpingstrae 1 Foto im Text

 

Glücklicherweise wurden die Rauchschwaden erkannt, bevor die Bewohner ernste gesundheitliche Schäden davontrugen. Dennoch war mehr passiert, als hätte geschehen müssen. Sachschaden war entstanden und musste aufwändig behoben werden. Das Haus war für längere Zeit unbewohnbar. Deshalb an alle Mieter die Bitte: Auch, wenn Brandschutztüren nicht leicht sind, und es eventuell mit einem Wäschekorb oder Fahrrad in der Hand lästig ist, diese öffnen zu müssen – halten Sie die Brandschutztüren in Ihrem Wohnhaus immer geschlossen! Das kann im Ernstfall Ihr eigenes Leben und das Ihrer Nachbarn retten.

 

Bildnachweis: GWG