An der Fesser-/Römerstraße wurden 53 Neubau-Wohnungen der GWG fertiggestellt und 32 Bestandswohnungen saniert.

Die Gemeinnützige Wohnungs-Genossenschaft e.G. (GWG) hat auf einem ehemals gewerblich genutzten Grundstück an der Fesserstraße 40 Genossenschaftswohnungen in vier Mehrfamilienhäusern sowie eine Gruppenwohnung für zehn an Demenz erkrankte Menschen errichtet. Bereits im vergangenen Jahr sind an gleicher Stelle in einem ehemals als Bürogebäude genutzten Haus zwölf weitere Wohnungen fertiggestellt worden. Drei Jahre nach dem symbolischen Start der Baumaßnahme konnte sich Bürgermeister Reiner Breuer nun gemeinsam mit den Genossenschaftsvorständen Ulrich Brombach und Stefan Zellnig von der hohen Qualität der Wohnanlage überzeugen, die aufgrund ihrer exponierten Lage und der ansprechenden Architektur aus dem Hause Gritzmann Architekten auch einen städtebaulichen Akzent in der Nordstadt setzt.

Insgesamt hat die Gemeinnützige Wohnungs-Genossenschaft e.G. nach dem Abbruch eines Garagenhofes und eines Kiosks sowie durch Umnutzung eines ehemaligen Bürogebäudes 53 neue Wohnungen in einem gefragten innerstädtischen Wohngebiet neu geschaffen. 37 Neubauwohnungen sowie die Gruppenwohnung für demenziell Erkrankte sind aus Mitteln des Bundes und der NRW.Bank öffentlich gefördert worden und können so besonders günstig vermietet werden. Bürgermeister Reiner Breuer zeigt sich überzeugt: „Nur, wenn Wohnungswirtschaft, Land und städtische Verwaltung so wie hier gemeinsam an einem Strang ziehen, kann es gelingen, dass in Neuss ausreichend bezahlbare Wohnungen errichtet und langfristig erhalten werden können. Mit ihrem Neubau leistet die Genossenschaft einen wichtigen Beitrag für eine gute und soziale Wohnraumversorgung in unserer Stadt.“

Sowohl die 40 Neubauwohnungen als auch die Demenzwohngruppe konnten fristgerecht zum 1. Juni fertiggestellt und an glückliche Mieter übergeben werden. Sämtliche Wohnungen sind mit Aufzug barrierefrei erreichbar, unter dem Gebäude befindet sich eine Tiefgarage. Auch die Außenanlagen wurden neugestaltet, und für die Demenzwohngruppe wurde eigens ein Sinnesgarten angelegt.

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Mit der Gruppenwohnung für zehn demenziell Erkrankte, die sich mit Unterstützung ihrer Angehörigen selbstbestimmt organisieren und auch das DRK Neuss als 24-Stunden-Pflegedienst selbst beauftragt haben, hat die Gemeinnützige Wohnungs-Genossenschaft e.G. ein neuartiges Angebot im Rhein-Kreis Neuss geschaffen. Unterstützt wurde sie dabei von Monika Schneider von der Agentur für Wohnkonzepte aus Köln, die bereits mehrere solcher Projekte betreut. „Es ist schön, dass hier in Neuss die Gruppenbildung trotz aller mit der Pandemie verbundenen Widrigkeiten so gut funktioniert hat. Ich bin froh, dass die Gruppenwohnung direkt zum Fertigstellungstermin von den ersten Bewohnern bezogen wurde“, zeigt sich Monika Schneider zufrieden. Einige Plätze sind aber noch frei, Interessenten können sich gerne an die Genossenschaft wenden.

In direkter Nachbarschaft zu dem Neubaukomplex hat die Genossenschaft im Zuge der Gesamtmaßnahme insgesamt 32 Wohnungen energetisch saniert, so dass sich die Bestandsgebäude nun mit den neuen Baukörpern zu einem auch optisch harmonischen Ensemble fügen. „Die energetische Sanierung unseres Wohnungsbestandes ist wesentlicher Teil unserer Klimaschutzstrategie hin zu einem CO2-neutralen Gebäudebestand im Jahr 2045.“, wie Vorstandsmitglied Ulrich Brombach betont. Zugleich gehören die nun sanierten Gebäude Römerstraße 91-95 zu den letzten Häusern, in denen die Genossenschaft noch eine mit Gas betriebene Heizungsanlage eingebaut hat. „Klimaneutralität ist zurzeit mit dem Energieträger Gas nicht zu erreichen, weswegen wir bei künftigen Maßnahmen vor allem auf Wärmepumpentechnologie setzen wollen“, so Ulrich Brombach.